Vergleich: Fernsehsender vs. Streaming Dienste – Fernseher Test 2018

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Vergleich: Fernsehsender vs. Streaming Dienste


Vergleich: Fernsehsender vs. Streaming Dienste

Streaming-Portale haben in den vergangenen Jahren gegenüber dem klassischen Fernsehprogramm aufgeholt. Hier werden Statistiken und Entwicklungen aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis

  • Ist das Fernsehprogramm auf dem absteigenden Ast?
  • Verkommt das Fernsehen zum Sekundär-Medium?

Über viele Jahre war das Internet komplementär zum Fernsehen zu sehen. Beide Formate haben nebeneinander existiert und nur wenig in den jeweils anderen Bereich eingegriffen. Heute erscheint zahlreich Werbung für Homepages. Und das Internet ist schnell genug um Videos und ganze Filme zu streamen. Internet und Fernsehen stehen in Konkurrenz zueinander.

Die Aufmerksamkeit verteilt sich hierbei immer mehr auf das neuere Medium, das Internet. Neben den kostenfreien Angeboten im Web Videos zu betrachten, werden inzwischen professionell Inhalte erstellt und über Streaming Portale angeboten. Der Kunde hat die freie Auswahl.

 

Ist das Fernsehprogramm auf dem absteigenden Ast?

Fernsehen gehört nach wie vor zum Alltag. Aber die Qualität scheint nachgelassen zu haben. Allzu häufig werden Amateurschauspieler beschäftigt, alte Formate werden neu aufgegossen, C-Promis bekommen ihre Auftritte. Die Produktionen sind billig, die Unterhaltung ist es auch.

Dahingegen kommen Dienste wie Netflix, Maxdome und Amazon Instant Video mit Eigenproduktionen daher, die frisch wirken. Einige Statistiken sollen zeigen, wie sich das Kräfteverhältnis zwischen Fernsehsendern und Streaming verschiebt.

  • Drei Viertel der Nutzer in Deutschland rufen audiovisuelle Inhalte im Web auf
  • Hierbei handelt es sich um insgesamt 42 Millionen Personen
  • Dies entspricht wiederum einer Steigung von 2 Millionen Menschen innerhalb von einem Jahr
  • YouTube wird von 60 Prozent der Internet-User als Gratis-Plattform verwendet
  • 54 Prozent der Surfer greifen auf die Mediatheken der Fernsehsender zurück
  • Einer von drei Personen schaltet den Kanal über den Livestream im Internet an
  • Kostenpflichtige Streaming-Angebote werden bereits zu 22 Prozent genutzt

Diese Statistik spricht zudem nur legale Alternativen zum Fernseher an. Die Grauzone, das illegale Streaming im World Wide Web, wird ebenfalls ein großes Volumen vorweisen.

 

Verkommt das Fernsehen zum Sekundär-Medium?

Der Fernseher wird noch immer genutzt, um die Videos abzuspielen oder den Streaming-Diensten eine Plattform zu bieten. Die Sender haben hier jedoch das Nachsehen. Selbst beim gewohnten TV-Programm läuft zu 40 Prozent ein weiteres Gerät, wie das Smartphone, Tablet oder der Laptop nebenbei.

Je jünger die Generation, desto höher die Anzahl der Streaming-Nutzer. Im Alter bis 29 Jahren sind es 91 Prozent, die Videos via Streaming genießen. Bei den Rentnern sind es immerhin noch ungefähr 25 Prozent, welche das neue Format entdeckt haben.

Fernsehsender werden einen Wandel durchmachen müssen, um mit dem hochwertigen Angebot mithalten zu können. Es ist jedoch fraglich, ob die Produktionskosten noch weiter gedrückt werden, um die Entwicklung abzufangen oder ob die Qualität wieder an die Anforderungen der Zuschauer angepasst wird.

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