Werbung im TV-Programm: ZAK beanstandet Programme – Fernseher Test 2017

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Werbung im TV-Programm: ZAK beanstandet Programme


Werbung im TV-Programm: ZAK beanstandet Programme

Drei Sender haben sich im vergangenen Jahr der ZAK folgend schuldig gemacht und bestimmte Auflagen missachtet. Im Fokus steht hierbei das Werbeverbot während der Übertragung.

Inhaltsverzeichnis

  • In welchen Formaten haben die TV-Sender unerlaubt geworben?

Die „Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten“ (ZAK) ist in Deutschland als Programmwächter aktiv. Zu ihren Aufgaben gehört auch das Auffinden und Ansprechen von unerlaubter Werbung im TV. Die Zuschauer werden in der Unterbrechung von Filmen und Serien rechtens mit Clips beschallt. Während der Übertragung der Formate darf jedoch nicht ohne Zulassung Schleichwerbung gemacht werden.

Eben dieses Vergehen hat die ZAK jetzt bei drei Sendern angeprangert. Der Kritik ausgesetzt sind dabei Formate der TV-Sender Anixe, Sport1 und Sat.1. Es wird auf einen Verstoß gegen „journalistische Grundsätze“ hingewiesen.

 

In welchen Formaten haben die TV-Sender unerlaubt geworben?

Werbung ist im heutigen Alltag allgegenwärtig. Während des Fernsehens möchten die Zuschauer, zumindest außerhalb der bekannten Werbepausen, aber mit Spots verschont bleiben. Freilich gibt es andere Arten zu werben. Nachfolgend stellen wir vor, wo sich die Sender mit Schleichwerbung hervorgetan haben.

Anixe

Konkret geht es um das Format „Anixe Car-News“ vom 29. März 2016. Ein Automobil kam bei der Bewertung zu gut weg. Die ZAK hat gerügt, dass diese Marke und das entsprechende Modell über Gebühr gelobt wurden. Die Feststellung lautet: Verstoß gegen das Schleichwerbeverbot. Anixe hatte nachfolgend einen Vermerk als Produktplatzierung vorgeschlagen, welcher jedoch abgelehnt wurde. In einer Ratgebersendung ist keine Schleichwerbung gestattet.

Sport1

Am 7. April 2016, in der Sendung „Fußball live – UEFA Europa League Countdown“ kam es zu einer Verschmelzung von Werbung und redaktionellen Inhalten. Weiterhin wurde in einem Clip von bwin weitere Informationen der Moderatorin versprochen, welche nicht folgten. Die Feststellung lautet: Verstoß gegen die Trennung von TV-Werbung und Programm.

Sat.1

Bei Sat.1 wurde ein Verstoß bei „Akte“ festgestellt. Exakt ist die Sendung vom 19. Juni 2016 gemeint. Es handelt sich überhaupt um eines von wenigen, journalistischen Formaten auf dem Kanal. Allerdings wurde hier nicht die Werbung angeprangert. Vielmehr werden dem Sender unlautere Recherchemethoden vorgeworfen. Konkret war der Fall eines Vaters geschildet worden, welcher seiner Tochter die Unterhaltszahlungen verweigert. Die Tochter stand im Blickpunkt. Der Vater wurde hingegen als „säumiger Rabenvater“ angesprochen. Dabei kam die Sicht des Vaters im Beitrag gar nicht vor. Die Berichterstattung war damit einseitig. Zudem konnten diverse Informationen nur beschafft werden, weil mit versteckter Kamera gefilmt wurde.

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